Wir waren am Dienstag wieder mit den Sozialarbeitern unterwegs und sind knapp zwei Stunden über Schotter zu einer weiterführenden Schule gefahren, um dort ehemalige Schüler des Happy Watoto Heims zu besuchen. Wir hatten eine wundervolle Aussicht, denn die Fahrt führte um den Arusha Nationalpark. Allerdings sahen wir auch wieder ganz ärmliche Wohnhäuser und die Menschen, die in der Region wohnen, haben es bis zur nächsten Stadt unglaublich weit...
Im Kindergarten war es auch diese Woche wieder recht anstrengend und die Kinder dort finden es immer noch ziemlich lustig, nicht auf uns zu hören. Auch dort gibt es übrigens schon einen Klassenraum, in dem die Kinder für zwei Stunden pro Tag erste Wörter auf Englisch, sowie Zahlen und Buchstaben schreiben lernen.
Am Donnerstag kam dann die Gruppe um Peter Schulte, den Gründer der Stiftung, an. Insgesamt vier nette Männer, die alle zur Stiftung gehören und aktuell für eine Woche hier sind, um professionelle Filme für die neue Homepage und YouTube-Seite der Stiftung zu drehen. Die Jungs sind echt total super und da alle aus Halle und Umgebung kommen, ist ein Stück Heimat zu Besuch. Wir genießen natürlich auch schon mal die Abwechslung, vor allem aber ist die Truppe so lustig und wir können uns super unterhalten. Einer der vier - Christian - ist von Beruf aus Kameramann und hat sein ganzes Equipment mitgebracht. Am Freitag hieß es dann: "Mädels, ihr seid Morgen dran. Ihr müsst vor die Kamera." Darauf waren wir ja nun gar nicht vorbereitet, im Endeffekt war es dann gestern aber gar nicht soo schlimm wie gedacht und Christian war mit uns zufrieden 😊
Am Nachmittag gab es dann Geschenke für die Kinder. Eine Kita aus Deutschland hatte Versandtaschen bemalt und mit kleinen Geschenken befüllt. Schlüsselanhänger, Radiergummi, Sticker und kleine Gummibärchen-Tüten waren eingepackt. Zudem gab es für jedes Kind einen Beutel mit Zahnpasta, Zahnbürste und Seife. Als die Kinder die Versandtaschen öffneten, ging das Gekreische los. Es ist nicht in Worte zu fassen, welch eine unglaubliche Freude bei den Kindern über die Kleinigkeiten herrschte! Alle riefen sofort zu den Betreuerinnen "Auntiiieee! Auntiieee! Loook!" und wollten unbedingt zeigen, was sie bekommen hatten. Diese wahnsinnig strahlenden Kinderaugen und diese unsagbare Freude haben uns extrem berührt. Wir alle, die vier Männer und wir, hatten Tränen in den Augen und absolute Gänsehaut. Diesen Moment werden wir nie in unserem Leben vergessen! Das führt einem wieder vor Augen, mit wie wenig man die Kinder hier glücklich machen kann - in Deutschland undenkbar!
































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